Baumkulturerbe
Wenige Städte können sich rühmen, derart viele Baumanlagen zu besitzen wie Tournai. Die meisten wurden nach dem Abriss der Befestigungen am Ende des 19. Jahrhunderts angelegt. Seit einigen Jahren werden die Grünflächen der Stadt vernunftbetont verwaltet, um das natürliche Gleichgewicht der Bäume als Lebewesen wieder herzustellen. Der größte der Stadt ist der sogenannte Parc de Marvis gegenüber dem Centre Commercial des Bastions. Dort findet man zahlreiche Arten, wie: Den Blauglockenbaum (Paulownia tomentosa), absolut bemerkenswert; den Schnurbaum (Sophora japonica); Kastanienbäume ohne Kastanien (Aesculus hippocastanum 'Baumannii'), die den Vorteil haben, keine Fahrzeuge zu beschädigen! Den Riesenmammutbaum (Sequoiadendron giganteum Buchholz) mit 440 cm Umfang; Rotbuchen (Fagus sylvatica 'Pendula') … am Fuße der mittelalterlichen Überreste aus dem 13. Jahrhundert.
 
Entlang der Boulevards sind überall Grünflächen zu finden. Gegenüber des Bahnhofs erholt sich der Park Crombez nach dem Namen eines Bürgermeisters ganz allmählich von dem Tornado vom 14. August 1999. Ein bemerkenswerter Tulpenbaum (Liriodendron tulipifera) und Dornlose Lederhülsenbäume (Gleditsia triacanthos 'Sunburst'), aber auch eine Rotbuche mit 370 cm Umfang (Fagus sylvatica 'Atropurpurea') lohnen es, einen Abstecher zu machen. Danach steht im Turmpark Heinrich VIII. eine Scheinakazie (Robinia pseudoacacia 'Frisia') mit goldenen Blättern. Gegenüber des Justizpalastes erstaunt der Square Marie-Louise mit seiner imposanten Kaukasischen Flügelnuss (Pterocarya fraxinifolia Spach). Das Seminar von Choiseul, Gartenbauschule der Provinz, der Square Léopold und der Square Rogier sind alles Orte, an denen sich die Vegetation mit der sehr reichhaltigen Architektur unserer Stadt harmonisch aneinanderreihen. Und es gibt noch viele andere. Sie wollen nur entdeckt werden …
 
Fremdenführerverband von Tournai - Patrick De Craeye